Akkordarbeit

Das Wichtigste tut der fleissige Jungautor am Schluss der täglichen Arbeit (eingedenk der Tatsache, dass es ihn, den loyalen Heimarbeiter der Kulturindustrie, nur insofern gibt, als aus seiner Arbeit zählbarer Rohstoff für die grosse Maschine resultiert): Er zählt die heute produzierten Seiten. (So wie früher abends der Weber in seinem Keller die Länge des gewobenen Stoffes gemessen haben mag).[1]

[1] Oder der Handwerker im 14. Jahrhundert seine «Stückwercke» gezählt hat (vgl. hier, Fussnote 2).

(03.05.1991; 12.02.2018)

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